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Juni 2017: Live auf der "Fête de la Musique"

Live auf der "Fête de la Musique" - Mitglieder des Klubnetz e. V. stehen Rede und Antwort zur Situation der Liveklubs


Zehntausende Gäste, tausende Musiker und über dreißig verschiedene Bühnen verteilt in Hannovers Zentrum. So wird in der Landeshauptstadt Niedersachsens die zweitgrößte "Fête de la Musique" Deutschlands gefeiert. Nach französischem Vorbild ist der 21. Juni jährlich von Musikbegeisterten als fester Termin eingeplant, um all die auftretenden Musikerinnen und Musiker live erleben zu können. Zusätzlich zum Bühnenprogramm bieten Institutionen und Vereine der Stadt Aktionen und Infostände an. 


So auch der Klubnetz e. V., als Vertreter der Livespielstätten. Die zahlreichen Fragen der Gäste zur Situation der Klubs konnten Dirk Hattwig (Mitglied des Vorstands) und David Lampe (freier Veranstaltungsmanager) beantworten. Neben den klassischen landesweiten Themen, wie die GEMA-Reform, wurden auch konkrete Fragen zur Livekultur der Stadt Hannover gestellt. 


Eine besondere Aufmerksamkeit nahm dieses Jahr die Situation des Klubnetz-Mitglieds Béi Chéz Heinz e. V. ein. Der traditionsreiche Liveklub ist nach über 20 Jahren subventionsfreier Kulturarbeit von der Schließung bedroht. Grund ist der Abriss des genutzten Schwimmbadkellers. Das kürzlich vorgestellte Konzept der Stadt Hannover beinhaltet dabei keine Räumlichkeiten für den Verein, der seit seines Bestehens mit eigenen Mitteln sowohl den Ausbau des Kellers, als auch die monatliche Pacht finanziert hat. Entsprechend stark war das Interesse der Gäste des Klubnetz-Stands. Mitglieder des Béi Chéz Heinz e. V. boten Informationen aus erster Hand, während viele Unterschriften zu einer Petition für den Fortbestand geleistet wurden. 


Schon vor der offiziellen Gründung als Klubnetz e. V., war das Netzwerk der Livespielstätten bereits im Jahr 2015 auf der Fête de la Musique in Hannover vertreten. Der hohe Zuspruch der Besucherinnen und Besucher hat sich dabei 2017 noch einmal gesteigert. Das Klubnetz wünscht für die kommenden Monate und Jahre noch zahlreiche weitere Gelegenheiten eines so regen Austauschs. Doch dies bitte, ohne dass ein Klub in eine existenzbedrohende Lage gebracht und somit zum allgegenwärtigen Thema gemacht wird. Im Fokus sollten doch weiterhin die Musizierenden auf den Bühnen stehen!