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März 2016: KlubNetz als Gastgeber für Spielstätten aus ganz Deutschland

Im Konzertraum des MusikZentrums Hannover trafen sich am 13. & 14. März 50 Vertreter von 25 Clubs, Musikkneipen und Soziokulturellen Zentren. Die Livemusikkommission e.V. und die Musikland Niedersachsen gGmbH hatten eingeladen, um über Geld zu reden: über die Finanzierung von Netzwerken, über Förderung und übers Geldverdienen mit Livemusik. Teil der Veranstaltung war die Frühjahrstagung der LiveKomm, dem Verband der Musikspielstätten in Deutschland, und verschiedene Sitzungen des KlubNetz.


In Workshops, Podien und Seminaren diskutierten die TeilnehmerInnen angeregt über Lösungen und Strategien für die, vor allem monetären, Herausforderungen von Livemusikspielstätten im Jahr 2016. Vernetzung ist dabei ein Schlüsselbegriff, der immer wieder fiel. Beim ersten Podium ging es dann auch gleich um die „Europäischen Möglichkeiten“ für Clubs. Katharina Weinert (Creative Europe Desk Kultur), Volker May (FZW Dortmund und Teilnehmer am „Liveurope“ Programm), sowie Thomas Scheele (Clubcommission Berlin und Projektleiter „Enter the Void“) stellten bereits laufenden Projekte vor und diskutierten mit Karsten Schölermann (Knust und LiveKomm) über die Vor- und Nachteile derartiger Förderprogramme.


In einer zweiten Podiumsdiskussion stellten sich Vertreter aus den LiveKomm Netzwerken und den Landesarbeitsgemeinschaften Soziokultur der Frage, wie Kulturlobbying funktioniert und wie eine gute Zusammenarbeit mit Stadt/Kommune/Land möglich ist. Fazit war, dass Livemusikspielstätten sowohl Wirtschafts- als auch Standortfaktoren sind und maßgeblich zur Attraktivität von Städten und Kommunen beitragen. An der Schnittstelle zwischen Kultur- und Kreativwirtschaft benötigen sie gutes Lobbying um dafür ein Bewusstsein zu schaffen.


Am 15. März konnten sich die Teilnehmer dann in Workshops zur Musikförderung in Niedersachsen und über Kosten und Nutzen von digitalen Kommunikationsstrategien informieren. Mit der öffentlichen Vorstands- und Arbeitssitzung des KlubNetz e.V. schließt die Fachtagung.


Karsten Schölermann, 1.Vorsitzender der LiveKomm: „Die Musikwirtschaftsstudie 2015 unterstrich unsere Annahme, dass Musikclubs als Brutstätte für die Musikindustrie dienen. Daher ist es nun auch an der Zeit, diese unterfinanzierten und teilweise bedrohten Kulturbetriebe zu unterstützen und zu fördern. Dies kann jedoch nur mit der Unterstützung seitens der Politik mit einfacheren Förderantragsverfahren für Kleinstclubs und -veranstalter möglich gemacht werden.


 

Markus Lüdke, Geschäftsführer der Musikland Niedersachsen gGmbH: „Livemusikspielstätten sind ein Herzstück unserer Kulturlandschaft. Der Betrieb ist nur durch zahllose engagierte und oft ehrenamtliche Musikbegeisterte möglich. Die Professionalisierung, Vernetzung und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Spielorte, an denen Musik live erlebbar wird, sind unser Ziel für die Tagung und darüber hinaus.